Archäologisches Ensemble von Mérida
Conjunto Arqueológico de Mérida; Augusta Emerita
Spanien · Extremadura, Badajoz
Kurz gesagt
Das 25 v. Chr. gegründete Augusta Emerita war die Hauptstadt der römischen Provinz Lusitania. Die angegebene Koordinate bezeichnet den Theatersektor des weitläufigen städtischen Ausgrabungsgebiets, dessen Ausgrabung 1910 begann.
Was wurde gefunden?
- 1Römisches Theater
Es gehört zu den erhaltenen Veranstaltungsbauten des antiken Augusta Emerita. Es zählt zu den wichtigsten Überresten, die Einblicke in das öffentliche Leben einer römischen Provinzhauptstadt ermöglichen.
- 2Amphitheater
Dieses Bauwerk der Stadt war großen Schaudarbietungen vorbehalten. Zusammen mit dem Theater und dem Circus zeigt es, dass für unterschiedliche Darbietungen eigene Veranstaltungsorte geschaffen wurden.
- 3Römischer Circus
Er ist die weitläufige Rennanlage der antiken Stadt. Seine Größe und die erhaltenen Überreste zeigen den bedeutenden Platz öffentlicher Unterhaltung in der Stadtplanung.
- 4Wasserversorgungssystem
Es handelt sich um Überreste der Infrastruktur, die Wasser in die Stadt leitete. Sie zeigen, dass Mérida ein Zentrum war, dessen Planung neben Monumentalbauten auch Wasserbau umfasste.
- 5Casa del Mitreo
Dieses römische Wohnhaus zeichnet sich durch seine Wandmalereien und Mosaiken aus. Die Ausgrabungen ermöglichen es, neben den öffentlichen Monumenten auch das Privatleben und die Wassernutzung im Haus zu untersuchen.
Worauf weist es hin?
Mérida zeigt, dass die römische Verwaltung Provinzhauptstädte mit Veranstaltungsbauten und umfassender Infrastruktur ausstattete. Die Casa del Mitreo ergänzt dieses öffentliche Erscheinungsbild um die Ausstattung und den Alltag eines wohlhabenden Haushalts.
Was hat es uns gezeigt?
- Die Funde zeigten, dass römische Provinzhauptstädte über eigene große Bauwerke für unterschiedliche Darbietungen verfügten.
- Sie belegten, dass die Wasserversorgung zu den grundlegenden Bestandteilen der städtischen Infrastruktur gehörte.
- Die Ausgrabungen von Wohnhäusern dokumentierten die Verwendung von Wandmalereien und Mosaiken im privaten Lebensbereich.
Bilder



Steckbrief
- Kultur
- Römisch
- Team / historisch
- Konsortium der Denkmalstadt Mérida
- Koordinaten
- 38,9154°, -6,3385°
Quellen
Grabungen in der Nähe
- Casas del Turuñuelo 24 km
- Archäologischer Komplex von Perdigões 117 km
- Italica 166 km
- Medina Azahara 172 km
- Befestigte Siedlung Vila Nova de São Pedro 219 km
- Abri von Lagar Velho 226 km
- —
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- 12.000
Aus der Erde: neueste Entdeckungen
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Bei Ausgrabungen in Kütahya wurden acht Brote sowie Weizen- und Linsenreste gefunden, die bei einem Brand verkohlt und dadurch erhalten geblieben waren. Die zusammen mit Ofen- und Regalresten entdeckten Lebensmittel liefern direkte Belege für die Ernährung und die Vorratshaltung in Wohnhäusern während der frühen Bronzezeit.
Arkeofili ↗ - 280 prähistorische Ritzzeichnungen in einer Höhle in Spanien dokumentiert
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Heritage Daily ↗ - Alte DNA zeigt Verbindungen zwischen den Ursprüngen von Wikingern und Angelsachsen
Eine Studie, die die DNA von mehr als 4.500 Menschen untersuchte, die in Europa gelebt hatten, deutet auf eine starke Migration von Norddeutschland nach Dänemark und Südschweden vor etwa 1.500 Jahren hin. Den Forschenden zufolge könnte diese Bewegung helfen, die genetischen und kulturellen Verbindungen zwischen den Wikingern und den angelsächsischen Gemeinschaften in Britannien zu erklären.
Arkeofili ↗ - Duftende Schminkmittel in 2.000 Jahre alten Gräbern in Kasachstan nachgewiesen
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Arkeofili ↗ - Molekularer Nachweis für die Verwendung von Aloe an einem 2.700 Jahre alten Mumienkopf gefunden
Bei der chemischen Analyse eines Mumienkopfes aus dem 8. Jahrhundert v. Chr. wurden mit Aloe in Verbindung stehende Verbindungen nachgewiesen. Den Forschenden zufolge ist dies der erste molekulare Nachweis für die Verwendung von Aloe bei der altägyptischen Mumifizierung und ergänzt das Wissen über die Zusammensetzung der Mumifizierungsmischungen.
Arkeofili ↗ - Mögliches gemeinschaftliches Knochendepot mit Knochen von neun Menschen in Mexiko-Stadt entdeckt
Bei einer Rettungsgrabung vor dem Bau einer Eisenbahnstrecke wurden menschliche Knochen, Keramik aus der Aztekenzeit und Obsidianwerkzeuge gefunden. Den Forschenden zufolge könnten die Knochen aus früheren Gräbern zusammengetragen und erneut bestattet worden sein. Der noch nicht genau datierte Fund könnte Aufschluss über die Bestattungspraktiken in der Region geben.
Heritage Daily ↗
Alle Grabungsstätten (415)
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