Rosa Parks (türkisch ebenfalls Rosa Parks) war eine Bürgerrechtlerin. Ihre Weigerung, einen Sitzplatz im Bus zu räumen, trug dazu bei, den Busboykott von Montgomery auszulösen. Am 1. Dezember 1955 wurde sie festgenommen, nachdem sie sitzen geblieben war, obwohl der Fahrer sie aufgefordert hatte, weißen Fahrgästen Platz zu machen. Sie war 42 Jahre alt und setzte sich bereits seit Jahren für die Rechte schwarzer Amerikaner ein.
Wenn du Parks nur durch diese eine Busfahrt kennst, hilft dir ihre weitere Lebensgeschichte, das Ereignis einzuordnen. Dazu gehören ihre Versuche, sich als Wählerin registrieren zu lassen, ihre Arbeit als Sekretärin einer Organisation und ihr jahrzehntelanges gesellschaftliches Engagement nach Montgomery. Ihre Festnahme wurde durch einen ausdauernden Boykott und ein eigenständiges Gerichtsverfahren gegen die Rassentrennung in Bussen zum Wendepunkt.
Woher kam Rosa Parks?
Rosa Parks wurde am 4. Februar 1913 in Tuskegee, Alabama, geboren. Ihr Geburtsname war Rosa Louise McCauley. Ihre Mutter Leona war Lehrerin. Ihr Vater James war Zimmermann.
Im Dezember 1943 wurde Parks zur Sekretärin der Ortsgruppe Montgomery der NAACP gewählt. Diese Organisation setzte sich für die Rechte schwarzer Amerikaner ein. Die Wahl fand Jahre vor ihrem Busprotest statt. Ihre Weigerung stand damit in einer langen Reihe ihres Engagements für Bürgerrechte.
Dazu gehörte auch ihr Einsatz für das eigene Wahlrecht. Ab 1943 stellte sie drei Anträge, um die Hürden bei der Wählerregistrierung in Alabama zu überwinden. 1945 gelang ihr schließlich die Registrierung. Die Frau, die später im Bus festgenommen wurde, hatte also bereits erlebt, wie viel Beharrlichkeit nötig sein konnte, um ein Grundrecht auszuüben.
Wer war der Ehemann von Rosa Parks?
Rosa McCauley heiratete Raymond Parks am 18. Dezember 1932. Raymond war Friseur und Bürgerrechtler. Ihre Ehe gehört damit sowohl zu ihrer Lebensgeschichte vor dem Boykott von Montgomery als auch zu den Jahren danach.
1957 zog Rosa mit Raymond und ihrer Mutter nach Detroit, Michigan. Jahrzehnte später standen die Namen Rosa und Raymond Parks gemeinsam im Namen des Instituts, das sie für junge Menschen gründete. Mit dieser Gründung führte sie ihre Arbeit über den Protest hinaus fort, durch den sie bekannt geworden war.
Rosa Parks und ihr Busprotest: Wo geschah er?
Der Protest fand in einem städtischen Bus in Montgomery, Alabama, statt. Am 1. Dezember 1955 stieg Parks nach der Arbeit im Kaufhaus Montgomery Fair ein, wo sie als Näherin beschäftigt war. Sie war auf dem Heimweg.
Die ersten 10 Sitzplätze in den Bussen von Montgomery waren weißen Fahrgästen vorbehalten. Parks saß in der ersten Reihe direkt hinter diesen Plätzen. Dieses Detail hilft dir, den Konflikt zu verstehen: Ihr Sitz lag hinter dem Bereich, der bereits für weiße Fahrgäste reserviert war.
Der Fahrer James Blake forderte vier schwarze Fahrgäste in ihrer Reihe auf, aufzustehen, damit weiße Fahrgäste sitzen konnten. Drei kamen der Aufforderung nach. Parks blieb sitzen. Weil sie diese Anweisung nicht befolgte, wurde sie noch am selben Tag festgenommen.
Im Polizeibericht lautete der Vorwurf, sie habe die Anweisungen des Busfahrers nicht befolgt. Diese Formulierung verbindet die Festnahme mit der Autorität, die während einer gewöhnlichen Fahrt über Fahrgäste ausgeübt wurde. Denk an deinen eigenen Arbeitsweg: Parks kam von der Arbeit, als eine Anweisung zur Sitzordnung ihre Heimfahrt in eine Auseinandersetzung über rassistische Diskriminierung verwandelte.
Warum blieb Rosa Parks sitzen?
Parks widersprach später der Erklärung, körperliche Erschöpfung sei der Grund für ihre Weigerung gewesen. In ihrem Buch Rosa Parks: My Story von 1992 erklärte sie, dass sie es leid gewesen sei, nachzugeben. Ihre eigene Darstellung widerspricht einer Version des Ereignisses, die nur einen anstrengenden Arbeitstag in den Mittelpunkt stellt.
Ihr früheres Engagement hilft, diese Erklärung einzuordnen. Seit 1943 war sie Sekretärin der NAACP-Ortsgruppe gewesen. Für ihre Wählerregistrierung hatte sie beharrlich drei Anträge gestellt. Ihrer Weigerung im Bus waren somit Jahre der Auseinandersetzung mit rassistischen Schranken vorausgegangen.
Außerdem hatte es bereits eine frühere Begegnung mit demselben Fahrer gegeben. 1943 hatte Parks sich mit James F. Blake auseinandergesetzt, weil er verlangte, dass sie ausstieg und durch die hintere Tür wieder in den Bus einstieg. Ihr Konflikt von 1955 hatte also eine Vorgeschichte, die bis zu dieser früheren Fahrt zurückreichte.
Warum schrieb ihr Busprotest Geschichte?
Nach Parks’ Festnahme verteilte der Women’s Political Council Flugblätter in Montgomery. Darin wurden die Menschen aufgerufen, am 5. Dezember 1955 keine Busse zu benutzen. An diesem Tag fand ihr Prozess statt. Ihre persönliche Weigerung wurde zum Ausgangspunkt einer organisierten Aktion, an der sich weitere Fahrgäste beteiligten.
Am 5. Dezember wurde die Montgomery Improvement Association gegründet. Martin Luther King Jr. wurde zu ihrem Präsidenten gewählt. Der Boykott trug dazu bei, den 26-jährigen King landesweit bekannt zu machen. Damit verband sich Parks’ Festnahme mit dem Aufstieg eines weiteren weithin bekannten Bürgerrechtlers.
Die Beteiligten mieden die städtischen Busse. Sie gingen zu Fuß, bildeten Fahrgemeinschaften und fanden andere Möglichkeiten, ihre Wege zurückzulegen. Diese praktischen Lösungen waren während des gesamten Boykotts entscheidend. Nach Angaben des Nationalarchivs dauerte er 381 Tage. Auf Busfahrten zu verzichten bedeutete, immer wieder neu zu entscheiden, wie sich alltägliche Wege bewältigen ließen.
Ein eigenständiges Gerichtsverfahren, Browder v. Gayle, richtete sich gegen die vorgeschriebene Rassentrennung in Bussen. Es war von Parks’ Berufung gegen ihre eigene Verurteilung getrennt. Wenn du diese Verfahren auseinanderhältst, kannst du besser nachvollziehen, wie der Protest und der Rechtsstreit zum selben Kampf beitrugen.
Am 13. November 1956 bestätigte der Oberste Gerichtshof der Vereinigten Staaten im Verfahren Browder v. Gayle das Urteil gegen die vorgeschriebene Rassentrennung in Bussen. Nachdem die gerichtliche Anordnung zur Aufhebung der Rassentrennung Montgomery erreicht hatte, rief King am 20. Dezember dazu auf, den Boykott zu beenden.
Am Morgen des 21. Dezember stieg King gemeinsam mit Ralph Abernathy, E. D. Nixon und Glenn Smiley in einen Bus in Montgomery, in dem die Rassentrennung aufgehoben war. Parks’ Weigerung hatte dazu beigetragen, eine ausdauernde Kampagne in Gang zu setzen. Die organisierte Beteiligung und das eigenständige Gerichtsverfahren führten diese Kampagne zu Veränderungen in den Bussen selbst.
Zeitleiste
- 4. Februar 1913: Rosa Louise McCauley wurde in Tuskegee, Alabama, geboren.
- 18. Dezember 1932: Sie heiratete Raymond Parks, einen Friseur und Bürgerrechtler.
- Dezember 1943: Sie wurde Sekretärin der NAACP-Ortsgruppe Montgomery.
- 1945: Nach drei Anträgen gelang ihr die Registrierung als Wählerin.
- 1. Dezember 1955: Sie wurde festgenommen, nachdem sie sich geweigert hatte, ihren Sitzplatz in einem Bus in Montgomery zu räumen.
- 5. Dezember 1955: Die Montgomery Improvement Association wurde gegründet.
- 13. November 1956: Der Oberste Gerichtshof der Vereinigten Staaten bestätigte das Urteil im Verfahren Browder v. Gayle.
- 20. Dezember 1956: Nachdem die gerichtliche Anordnung Montgomery erreicht hatte, rief King dazu auf, den Boykott zu beenden.
- 21. Dezember 1956: King stieg mit Ralph Abernathy, E. D. Nixon und Glenn Smiley in einen Bus in Montgomery, in dem die Rassentrennung aufgehoben war.
- 1957: Parks zog mit ihrem Ehemann und ihrer Mutter nach Detroit.
- 1965–1988: Sie arbeitete im Büro des Kongressabgeordneten John Conyers.
- Februar 1987: Sie gründete das Rosa and Raymond Parks Institute for Self Development mit.
- 1. Dezember 2000: Die Rosa Parks Library and Museum wurde in Montgomery eröffnet.
- 24. Oktober 2005: Parks starb im Alter von 92 Jahren in ihrem Haus in Detroit.
Details, die du nicht im Reiseführer findest
Noch während des Boykotts war Parks im Radio zu hören. Ein Interview, das sie Sidney Rogers gab, wurde 1956 auf Pacifica-Radiosendern ausgestrahlt. Es stammt aus der Zeit der laufenden Kampagne, bevor der Boykott beendet war.
Der Boykott hatte auch persönliche Folgen. Parks verlor ihre Stelle als Näherin und erhielt Morddrohungen. Ihr Umzug nach Detroit im Jahr 1957 folgte auf diese Ereignisse. Sie bilden ein schwieriges Kapitel in der Geschichte der Kampagne von Montgomery.
Zu ihrer späteren Arbeit gehörte es, obdachlosen Menschen bei der Wohnungssuche zu helfen. Das tat sie während ihrer Beschäftigung im Büro des Kongressabgeordneten John Conyers zwischen 1965 und 1988. Diese lange Tätigkeit zeigt, wie viel ihres Arbeitslebens erst nach dem Busprotest lag.
Im Februar 1987 gründeten Parks und Elaine Eason Steele das Rosa and Raymond Parks Institute for Self Development. Das Institut richtete sich an junge Menschen. Es ergänzte ihr Leben um eine weitere Form organisierter Arbeit. Zuvor hatte sie sich bereits für die Wählerregistrierung, in der NAACP und bei der Wohnungssuche engagiert.
Wo ist das Rosa-Parks-Museum?
Die Troy University gründete die Rosa Parks Library and Museum in Montgomery am Ort ihrer Festnahme. Die Einrichtung wurde am 1. Dezember 2000 in Anwesenheit von Parks eröffnet. Der Standort verbindet sie unmittelbar mit dem Ereignis, an das sie erinnert.
Wenn du Parks’ Lebensgeschichte auf einer Karte nachvollziehen möchtest, unterscheide drei Orte. Tuskegee war ihr Geburtsort. Montgomery war der Schauplatz ihrer Weigerung im Bus und des Boykotts. Detroit wurde nach dem Umzug 1957 ihr Zuhause und blieb die Stadt, in der sie starb.
Rosa Parks’ Tod und das öffentliche Gedenken
Rosa Parks starb am 24. Oktober 2005 in ihrem Haus in Detroit eines natürlichen Todes. Sie wurde 92 Jahre alt. Ihr Leben war nach dem Protest in Montgomery noch jahrzehntelang weitergegangen. Dazu gehörten ihre Arbeit im Büro eines Kongressabgeordneten und die Gründung ihres Instituts.
Am 30.–31. Oktober 2005 wurde ihr Leichnam in der Rotunde des Kapitols der Vereinigten Staaten in Washington öffentlich aufgebahrt. Dieses öffentliche Gedenken folgte auf ein Leben, dessen bekanntester Moment ihre Weigerung blieb, einen Sitzplatz in einem Bus in Montgomery zu räumen.
Gibt es einen Film über Rosa Parks?
Angela Bassett verkörperte Parks im Film The Rosa Parks Story von 2002. Regie führte Julie Dash.
FAQ
War Rosa Parks schon vor ihrer Festnahme als Aktivistin tätig?
Ja. Im Dezember 1943 wurde sie Sekretärin der NAACP-Ortsgruppe Montgomery. Außerdem stellte sie drei Anträge auf Wählerregistrierung, bevor sie 1945 Erfolg hatte.
Saß sie auf einem Platz, der weißen Fahrgästen vorbehalten war?
Sie saß in der ersten Reihe direkt hinter den 10 Sitzplätzen, die für weiße Fahrgäste reserviert waren. Der Fahrer forderte die Fahrgäste ihrer Reihe auf, die Plätze zu räumen, um Platz für weiße Fahrgäste zu schaffen.
Wie lange dauerte der Busboykott von Montgomery?
Nach Angaben des Nationalarchivs dauerte er 381 Tage. Die Beteiligten gingen zu Fuß, bildeten Fahrgemeinschaften und nutzten andere Verkehrsmittel, um städtische Busse zu meiden.
Beendete ihre eigene Berufung die Rassentrennung in Bussen?
Das Urteil gegen die vorgeschriebene Rassentrennung in Bussen erging im Verfahren Browder v. Gayle. Dieses Verfahren war von Parks’ Berufung gegen ihre Verurteilung getrennt.
Quellen
- National Park Service — Rosa Parks nps.gov
- Rosa and Raymond Parks Institute — Biografie rosaparks.org
- Nationalarchiv — Ein Akt des Mutes archives.gov
- Troy University — Über Rosa Parks troy.edu
- Stanford University — Busboykott von Montgomery kinginstitute.stanford.edu
- Stanford University — An Homer Greene kinginstitute.stanford.edu
- Wikipedia — Rosa Parks en.wikipedia.org
- Vikipedi — Rosa Parks tr.wikipedia.org
FAQ
Woher kam Rosa Parks?
Rosa Parks wurde am 4. Februar 1913 als Rosa Louise McCauley in Tuskegee, Alabama, geboren.
Wo weigerte sich Rosa Parks, ihren Sitzplatz im Bus zu räumen?
Sie weigerte sich am 1. Dezember 1955 in einem städtischen Bus in Montgomery, Alabama, ihren Sitzplatz zu räumen.
Wer war der Ehemann von Rosa Parks?
Ihr Ehemann war Raymond Parks, ein Friseur und Bürgerrechtler. Sie heirateten am 18. Dezember 1932.
Wann und woran starb Rosa Parks?
Rosa Parks starb am 24. Oktober 2005 in ihrem Haus in Detroit eines natürlichen Todes. Sie wurde 92 Jahre alt.
Image: Rosa Parks being fingerprinted by Deputy Sheriff D.H. Lackey after being arrested on February 22, 1956, during the Montgomery bus boycott.jpg — Gene Herrick for the Associated Press; restored by Adam Cuer, Public domain






